Aktualitäten - Archiv, Verschiedenes

Sind einige Repräsentanten der katholischen Kirche Frankreichs Anhänger der Folter?

(Angesichts der Aktualität dieser Angelegenheit wird der vorliegende Text in drei Sprachen übersetzt und an Vertreter der Katholischen Kirche in Ländern, die zivilisierter als Frankreich sind, geschickt, damit sie die trüben Ansichten kennen lernen, die einige ihrer Brüder, die eigentlich von Mitgefühl und Barmherzigkeit, die Christus uns verkündet hat, predigen sollten, heimsuchen.)

Sind die Vertreter der katholischen Kirche Frankreichs Anhänger der Folter?

Lassen sie sich von ihren Webmastern, die Anhänger des Stierkampfes sind, an der Nase herumführen?

Oder machen sie sich etwa über ihre Mitglieder lustig?

Im Folgenden veröffentlichen wir einen OFFENEN BRIEF an JEAN-PAUL II, mit dem das Collectif Pour le Respect de l'Animal (COPRA) das mehr als zweideutige Verhalten von Kirchenvertretern gegenüber der Reaktion von Kirchenmitgliedern, die empört sind über die Lobpreisung des Stierkampfes   auf der offiziellen Webseite der Bischofskonferenz  von Frankreich (CEF)  durch den Geistlichen der Arena von Nîmes, anklagt.

Kann unsere Kirche, die beispielhaft sein sollte,  sich  wirklich wieder wie im Mittelalter in der "Richtung" irren, während  zahlreiche wichtige Persönlichkeiten dem Beispiel Spaniens folgen und die Kultur des Sadismus ablehnen?

Der Text und die Bilder, die wir auf der Webseite des Collectif Radicalement Anti-Corrida (CRAC) gefunden haben und die wir anschließend an den offenen Brief  veröffentlichen, lassen keinen Zweifel an der Verantwortung der französischen Bischöfe, wenn sie, anstatt unsere Jugend zu schützen, fortfahren, die Hirngespinste gewisser verwirrter Priester gutzuheißen, indem sie ihre Auslassungen einfach nur auf einen anderen Teil ihrer Webseite verschieben.

Diese Personen, bei denen wir Schwierigkeiten haben, sie als Priester zu bezeichnen,  haben, solange sie ihr Priesteramt und unseren Herrgott beschmutzen, keinen Platz in unserer Kirche!

Wir sind andererseits sehr stolz auf diejenigen, die immer zahlreicher werden und sich von dieser Kultur des Todes abwenden, indem sie sich der Charta   "Priester, als Freund der Tiere" anschließen, die man auf der Webseite La Fraternité Sacerdotale Internationale Pour le Respect de l'Animal finden kann:

www.animal-respect-catholique.org

  • OFFENER BRIEF AN PAPST JEAN-PAUL II
    (Am 24. Februar 2005 an seine Eminenz Hochwürden Kardinal Angelo Sodano, Staatssekretär seiner Heiligkeit 00120 Vatican ROM adressiert.)

Strassburg, den 21. Februar 2005

Sehr geehrter Herr Kardinal,

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unser Anliegen, nachdem Sie sich von der Wichtigkeit des folgenden Sachverhaltes überzeugen konnten, als offenen Brief seiner Heiligkeit Papst Jean-Paul II überreichen würden.

Im Jahre 2004 hat sich die Katholische Kirche von Frankreich  zum Komplizen der Tierquälerei gemacht, indem sie auf ihrer Webseite einen Text des Stierkampfanhängers Pater xxx, der begeistert den Stierkampf lobpreist, veröffentlichte.

Zahlreiche Internauten, die von dem Erscheinen der ersten Seite von Pater xxx auf der Webseite der Bischofskonferenz Frankreichs (C.E.F.) geschockt waren, sandten Protestbriefe sowohl an Pater xxx als auch an verschiedene Verantwortliche der C.E.F., darunter auch an Mgr Jean-Pierre Ricard , der schließlich den Rückzug dieser ersten Seite forderte und auch erreichte. 

Leider wurde die Veröffentlichung einer zweiten Seite von Pater xxx aufrecht erhalten (siehe Anlage, ausgedruckt am heutigen 21.Februar 2005) .

Für die Vorliebe, die Pater xxx für den Stierkampf zeigt, trägt wahrscheinlich nur er die Verantwortung, aber für die Aufnahme von Propagandaschriften für das blutige Spektakel grausamer Tierquälerei trägt unbestritten die Bischofskonferenz, die für den auf ihrer Webseite veröffentlichten Inhalt, die volle Verantwortung!

Unser Brief an den Vatikan vom 12. Oktober 2004 mit der Forderung zum Rückzug der beanstandeten Seite : 

www.artistes-en-dialogue.org/chair05.htm

blieb ohne Antwort. Angesichts der Aufrechterhaltung dieser schändlichen Veröffentlichung in einer Reihe von Darstellungen und Kreationen mit dem Thema ""La Chair et Dieu", haben wir die Initiative ergriffen, die Gleichgültigkeit gegenüber der Schande, die schamlos die sadistische Misshandlung von Tieren propagiert, anzuprangern. 

Diese Schande verursacht durch die Lobpreisung von Grausamkeit und Gewalt, die aus reiner Lust schutzbedürftigen Lebewesen zugefügt werden,  beträchtlichen moralischen Schaden, besonders bei der Jugend.

Die negative Auswirkung auf die menschliche Gesellschaft ist um so mehr Besorgnis erregend, da viele überzeugende Dokumente die Verknüpfung  von Tierquälerei  und  aggressivem Verhalten von Kriminellen und Serienmördern nachweist. Viele von ihnen sind in ihrer Kindheit durch Misshandlungen und Grausamkeiten an schutzlosen Tieren geprägt woden.

Unwissend oder ignorierend betont Pater xxx, dass die Stierkampfkultur sich als Kultur würdig erweist und proklamiert stolz, indem er sich offen über die Unterlassung der Zensoren freut

Wahrscheinlich ist der Stierkampf nicht ohne Grund seit jeher und heute noch mehr mit den kirchlichen Festtagen untrennbar verknüpft,"

"die Stierkampfkultur übermittelt dem Menschen von heute etwas Starkes. Das Fest der Stiere als spirituelles Ereignis? Das ist doch nicht ohne Reiz!"

Schon im letzten Jahr schien es uns, dass alles getan wurde, nicht um den Stierkampf als Relikt barbarischen, menschenunwürdigen Handelns, anzuprangern, sondern damit die Internauten  Lobpreisungen über den  Stierkampf lesen und davon den besten Eindruck gewinnen konnten, nämlich von einer Veranstaltung, die sich als Kultur "würdig" erweist und  vollkommen mit dem christlichen Geist übereinstimmt.

Können wir darauf hoffen, dass Eure Eminenz Seine Heiligkeit  um Stellungnahme ersucht und sie bittet, die Kirche in die Lage zu versetzen,

  • die Anwesenheit von Pfarrern in  Arenen nicht mehr zu erlauben, damit dort, wo Bestechlichkeit und Sadismus ungehindert herrschen, der kirchliche Segen nicht mehr erteilt wird,

  • sofort zu reagieren, wenn eine katholische Webseite seinen Raum wiederholt Texten, die  für die organisierte Tierquälerei werben, zur Verfügung stellt,

  • zu verstehen, welche äußerst verhängnisvollen Folgen sich ergeben aus ihrer nachsichtigen Passivität gegenüber  Organisatoren,  Akteuren und Zuschauern dieses grausamen und entwürdigenden Zeitvertreibs, der sich auf der ekelhaften Begeisterung für das perversen Vergnügen an der Qual von empfindsamen Lebewesen stützt,

  • Ihr langes Schweigen zu brechen und endlich Stierkampf begeisterten Gläubigen den Rat zu erteilen, nicht mehr an Stierkämpfen teilzunehmen, um damit die Rückenstärkung der Stierkampflobby und die weitere Ausbreitung  des Stierkampfes zu beenden. 

Wir hoffen sehr, dass die Römisch-Katholische Kirche offiziell gegen den Stierkampf Stellung bezieht, denn wir wissen sehr wohl, dass sich viele Stierkampfveranstalter hinter der Passivität der Kirche zurückziehen und sich den religiösen Rückhalt zunutze machen, um besser ihrem blutigen Geschäft nachzugehen.

Wir danken ihnen im Voraus und verbleiben mit vorzüglicher Hochachtung

COPRA
Collectif pour le Respect de l'Animal
14 rue des Ormes
67200 STRASBOURG
FRANCE

Anlage 1: "La fête des taureaux": Betrachtungen von Pfarrer
xxx, die den Stierkampf lobpreisen.

Anlage 2: Das Ergebnis einer Internetsuche mit den Begriffen  "taureaux", "artistes" et "corridas"  durch die Suchmaschine Google, die als Suchergebnis an erster Stelle die Stierkampf preisende Seite zeigt, deren Inhalt und Aufnahme durch die C.E.F. durch das vorliegende Schreiben angeprangert werden.

Mehr Details und Informationen über die "Folterschulen" Südfrankreichs auf der vorzüglichen Webseite des Collectif Radicalement Anti Corrida (CRAC) www.anticorrida.com , von der wir hier einen Auszug veröffentlichen

Das Publikum der Barbarei in den Arenen wird immer älter. Die Stierkampfmafia ist sich dessen voll bewusst. Sie versucht also mit allen Mitteln, Kinder und Jugendliche heranzuziehen, und dieses auf drei verschiedenen Wegen: 

Als Erstes müssen die Kinder es normal finden, ein Tier zum Vergnügen zu Tode zu quälen. Also muss man das Urteils- und Empfindungsvermögen dieser Kinder manipulieren. Den Stierkämpfern  mangelt es nicht an Ideen: Zeichenwettbewerbe in den Grund- und Vorschulen, fanatische Missionierung in den weiterführenden Schulen, Themenvorschläge für Arbeiten von Studenten... Und natürlich wird kein Wort über die "andere Seite" des Stierkampfes verloren, d.h. über die traurige Situation eines Tieres, das vor Schmerz heult und dessen entsetzlichen Anblick uns die Frage stellt....Warum?

Zeichenwettbewerb in  Alès - Mai 2003 - © J.P. Garrigues

Aber damit ist es nicht genug! Die Kinder sollen direkt an dem Schrecken des Stierkampfes teilnehmen: Freikarten für Kinder unter 10 Jahren in Alès und anderswo... Währenddessen wird im katalonischen Spanien Untervierzehnjährigen der Eintritt in den Arenen untersagt (August 2003), und außerdem hat das Regionalparlament  für die Anwendung des Gesetzes gesorgt! Im September 2004 wurden in Tarragona drei Stierkampfveranstaltungen verboten, weil dort Kinder eingelassen wurden. In Frankreich, einem barbarischen und rückschrittlichen Land, wird  die Anzahl der Stierkämpfe immer größer, während unsere Nachbarn dabei sind, diese zu verbieten.

Saint Gilles - 3. Oktober 2004 © J. Lescure
Arles - 12. September 2004 © J. Lescure

Schlussendlich braucht man Matadore, mit anderen Worten Totschläger und Mörder.... Um ein guter Folterknecht zu werden, der die Regeln des Stierkampfes genau befolgt, muss man jung, sogar sehr jung, anfangen. Dafür gibt es besondere Schulen in Südfrankreich, kriminelle Schulen , in denen Kinder, manchmal schon im Alter von 7 Jahren, erlernen, Kälber mit der blanken Waffe zu quälen....Welche Schande für Frankreich.....

Kind als Picador (Quelle unbekannt) Saint Gilles, 3. Okt. 2004,  ein junges Kalb von  einem Stierkampfschüler getötet

Accueil ] L'amour de Dieu a t'il été compris ? ] Erreurs de l'Eglise envers les Chrétiens ] Erreurs de l'Eglise envers les Animaux ] Interractions néfastes dues au non respect du vivant ] L'Ancien Testament et ses acteurs ] Qui est Dieu ? ] Que fait Dieu ? ] Le sottisier ]

Qui sommes-nous ? ] Que demandons-nous ? ] Appel ] Agissez avec nous ] Actualités ] Réactions ] A lire ] Liens ] Documentation ]

ISONOMIA Webmaster: AVEA
Dernière mise à jour : 21/04/2005